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Stoff
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 601

BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 12:56    Titel: Buchtipps Antworten mit Zitat



Jan Graf Potocki: Die Handschrift von Saragossa

Der junge Offizier Alfonso kommt nach Spanien, um sich einem Regiment anzuschließen. Er begibt sich auf eine phantastische Reise über die Bergkette der Sierra Morena. 66 Tage dauert sein Abenteuer, in dem ihm Hexen, Philosophen, Könige, Räuber und Helden begegnen, er sich mit den drei Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam auseinandersetzt und dabei immer wieder den Verführungskünsten der zwei schönen Maurinnen erliegt.

Der Autor
Jan Graf Potocki wurde 1761 Pików, Polen, geboren und starb 1815 in Iladóvka (Freitod). Der Dichter und Inversalgelehrte aus polnischem Hochadel war Freund der Französischen Revolution, arbeitete als Geheimrat für Zar Alexander, erforschte orientalische Sprachen und begründete die slawische Archäologie. Er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und Reisebereichte. Die Handschrift von Saragossa ist sein einziger Roman.


Zuletzt bearbeitet von Stoff am 26.02.2007, 12:25, insgesamt einmal bearbeitet
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Stoff
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 601

BeitragVerfasst am: 19.02.2007, 13:07    Titel: Antworten mit Zitat



Frederic Tuten: Tim und Struppi in der neuen Welt

Ein geheimnisvoller Auftrag führt Tim, Struppi und Kapitän Haddock in die legendäre Inkafestung Machu Picchu in den Anden. Dort warten sie auf weitere Weisungen, doch sie bleiben aus. Statt dessen treffen sie auf das Personal aus Thomas Manns "Zauberberg". Tim verfällt Madame Chauchat, hat zum ersten mal Sex und bekommt einen Bart.

Hergé selbst hatte seinem Freund Frederic Tuten erlaubt, einen Roman mit seinen Gestalten zu erzählen.

Es ist zwar hilfreich, den Zauberberg gelesen zu haben, muss aber nicht sein. Das Buch ist sehr poetisch und irgendwie auch sehr traurig geschrieben. Man möchte die ganze Zeit losheulen ob Tims Verlust seiner Unschuld.

Auch für Hardcore Tim und Struppi Fans geeignet, die kein Problem damit haben, dass die Hauptfigur ein wenig... sagen wir mal demontiert wird.
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Stoff
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 601

BeitragVerfasst am: 30.03.2007, 23:30    Titel: Antworten mit Zitat



Sogyal Rinpoche: Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben -
Ein Schlüssel zum tieferen Verständnis von Leben und Tod


Für alle, die schonmal einen nahestenden Menschen durch den Tod verloren haben (und wer hat das nicht?) und für alle, die sich im Leben auf den Tod vorbereiten wollen (das klügste, was man machen kann, da der Tod ohne Vorwarnung kommt und es dann zu spät ist, sich auf ihn vorzubereiten).

Enthält eine ausführliche Beschreibung des Lebens und Sterbens aus buddhistischer Sicht, eine detaillierte Beschreibung der Vorgänge während des Sterbeprozesses, sowie eine Einführung in die Meditation. Der tibetische Meditationsmeister Sogyal Rinpoche führt den Leser an eine Lebenspraxis heran, durch die der Tod seinen Schrecken verliert und der Alltag an Lebensfreude gewinnt. Seine zeitgemäße Auslegung der buddhistischen lehren des berühmten "Tibentischen Totenbuchs" hat sich als unentbehrliche Hilfe in der Krankenbetreuung und Sterbebegleitung erwiesen.

So ein Buch zu empfehlen, riecht natürlich nach blödem Missionierungsversuch. Aber selbst wenn man während des Lesens zum Schluss kommt, dass das nur Scheizendregg ist (und einige Kapitel reizen den Widerspruchsgeist immer wieder), dann ist das Buch trotzdem interessant, weil es einem ganz einfach den Horizont erweitert, indem man die Art und Weise kennenlernt, wie im Buddhismus Leben und Tod betrachtet werden.

Der Autor:
Sogyal Rinpoche wurde in Tibet geboren, von einem der größten tibetischen Lamas unterrichtet und studierte an den Universitäten von Delhi und Cambridge. Seit 1974 lehrt er tibetischen Buddhismus im Westen, insbesondere die mit dem "Tibetischen Totenbuch" verbundenen Einsichten und Meditationspraktiken. Er ist Begründer und geistige Leiter von Rigpa, einem weltweiten Netzwerk buddhistischer Gruppen und Zentren (www.rigpa.de)


PS: Lesen! Sonst kommt der |Stoff| mit Feuer und Schwert!
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Stoff
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 601

BeitragVerfasst am: 14.10.2007, 18:47    Titel: Antworten mit Zitat



Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon

Mitten im Unterricht steht der Lateinlehrer Raimund Gregorius auf und verlässt seiner Klasse. Aufgeschreckt vom plötzlichen Gefühl der verrinnenden Zeit lässt er sein wohlgeordnetes Leben hinter sich und setzt sich in den Nachtzug nach Lissabon. Im Gepäck hat er ein Buch von dem Portugiesen Amadeo de Prado, dessen Ausführungen über das Leben, über Liebe, Einsamkeit, Endlichkeit, Freundschaft und Tod ihn nicht mehr loslassen. Er macht sich auf die Suche nach den Spuren dieses faszinierenden Menschen. Er stösst auf eine tragische Familiengeschichte, die sich während des Salazar-Regimes in Portugal zugetragen hat.
Dieser Roman ist ein vielstimmiges Epos von einer Reise nicht nur durch Europa, sondern auch durch unser Fühlen und Denken.

Der Autor
Pascal Mercier, 1944 in Bern geboren, ist Professor für Philosophie an der Freien Universität Berlin. Für sein Romanwerk wurde er mit dem Marie Luise Kaschnitz Preis 2006 ausgezeichnet.
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Stoff
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 601

BeitragVerfasst am: 02.01.2008, 10:22    Titel: Antworten mit Zitat



Christoph Ransmayr: Die Schrecken des Eises und der Finsternis

Im Zentrum dieses vielschichtigen Abenteuerromans steht das Schicksal der österreichisch-ungarischen Nordpolexpedidtion, der "Payer-Weyprecht-Expedition", die im arktischen Sommer 1872 in das unerforschte Meer nordöstlich des sibirischen Archipels Nowaja Semlja aufbricht. Das Expeditionsschiff wird bald - und für immer - vom Packeis eingeschlossen. Nach einer mehr als einjährigen Drift durch alle Schrecken des Eises und der Finsternis entdeckt die vom Skorbut geplagte Mannschaft eine unter Gletschern begrabene Inselgruppe am Rande der Welt und tauft sie zu Ehren eines fernen Herrschers "Kaiser-Franz-Joseph-Land". Einer der letzten blinden Flecke ist damit von der Landkarte der Alten Welt getilgt.
Parallell zum Drama dieser historischen Expedition erzählt Ransmayr die Geschichte eines jungen, in Wien lebenden Italieners namens Mazzini, der mehr als hundert Jahre später zum besessenen Sammler aller hinterlassenen Zeugnisse und Dokumente der "Payer-Weyprecht-Expedition" wird und schließlich ins Eismeer aufbricht, um als Passagier eines norwegischen Forschungsschiffes die Entdeckung des "Kaiser-Franz-Joseph-Landes" nachzuvollziehen. Aber im Verlauf seiner Recherchen zur polaren Entdeckungsgeschichte gerät Mazzini immer tiefer in die arktische Gegenwart und verschwindet schließlich, ein Schlittenreisender, in den Gletscherlandschaften Spitzbergens.



Der Autor

Christoph Ransmayr, 1954 in Wels, Oberösterreich geboren, studierte in Wien und lebt zur Zeit in Südwestirland. Seine Bücher, u.a. "Die letzte Welt", wurden bisher in 22 Sprachen übersetzt.
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Stoff
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 601

BeitragVerfasst am: 01.02.2008, 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

Clifford D. Simak: Die Bruderschaft des Talisman

Der junge Adlige Duncan Standish lebt in einer Alternativwelt, die auch im 20. Jahrhundert nicht über die Kultur des Mittelalters hinausgekommen ist. Schuld daran sind böse Geister und Dämonen, die die Menschen ständig in Angst versetzen und so jeden Fortschritt verhindern. Duncan soll dem Bischof von Oxenford ein Dokument überbringen, das die historische Gestalt Jesu Christi beweist und den Menschen dadurch neuen Mut macht. Dorch der Weg ist schwierig, Duncan muss das "Öde Land", Versammlungsort der Dämonen durchqueren, die ihre Krieger und Geister auf ihn hetzen. Ihm zur Seite stehen sein Jugendfreund, ein Eremit, ein Gespenst, eine Hexe, ein Kobold und ein Mädchen, das auf einem Vogel Greif reitet. Und keiner in dieser merkwürdigen Reisegesellschaft weiss: Duncan verfügt über einen mächtigen Talisman.

Clifford war kein großer Autor (find ich), trotzdem ist "Die Bruderschaft des Talisman" wunderschöne Fantasy, außerdem ein büschn schrullig und britisch wie ein Teebeutel (obwohl Simak Amerikaner war). Für Freunde von kleinen Abenteurergruppen, die auf einer wochenlangen Queste durch die Wildnis wandern.

Der Autor
Clifford Donald Simak (1904 - 1988) war ein Journalist und Science-Fiction-Autor. Simak gilt als einer der "Großen Meister" der Science Fiction und ist durch zahlreiche Preise innerhalb des Genres geehrt worden.
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Der Fischer
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
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BeitragVerfasst am: 09.04.2008, 19:48    Titel: Antworten mit Zitat

Jhon Uri Lloyd / Llewellyn Drury

Etidorhpa - oder eine Reise in die hohle Erde

Erstausgabe: 1895, ein Tatsachenbericht



Die seltsame Geschichte eines geheimnisvollen Wesens und der Bericht über eine Reise, wie sie in Manuskriptform an Llewellyn Drury übergeben wurde. Etidorhpa dürfte einer der ersten esoterischen Klassiker der Geschichte sein. Außerdem enthält dieses Buch mehr wissenschaftliche und metaphysische Wahrheiten als vergleichbare Bücher der heutigen Zeit und in Bezug auf die Beschreibung der Verhältnisse in der Schale der hohlen Erde ist es ein unübertroffener Allzeitklassiker.


Zuletzt bearbeitet von Der Fischer am 26.02.2009, 16:58, insgesamt einmal bearbeitet
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Der Fischer
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 247

BeitragVerfasst am: 25.04.2008, 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

Paul Busson

Der Seelenwanderer
Die Wiedergeburt des Melchior Dronte



Dem Leser wird klar, dass es sich um einen Entwicklungsroman handelt, eine spirituelle Entwicklung. Diese vollzieht sich zur Zeit der Französischen Revolution, einer Zeit, die gezeichnet ist von Krieg, Gewalt und Zerfall der Aristokratie. Demgemäß ist die Sprache nicht nur der Situation angemessen – neben poetischen Landschaftsbeschreibungen stehen brutale Kriegsszenarien – sondern auch den Personen. Neben Dialektformen des einfachen Menschen spricht der Adel seine hochgestochene Sprache, der Magister sein Kanzleideutsch und der Pöbel die Sprache der Gosse.
Melchior verweilt selbst in verschiedenen Milieus, ist Student, Soldat, Bürger und Adeliger, entwickelt sich vom Rohling zum Ewli, einem, der 'wiederkommt'.

Siehe Buchrezension Bücherwurm:
http://www.buchwurm-info.de/book/anzeigen.php?id_book=38&letter=S
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Stoff
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
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BeitragVerfasst am: 26.04.2008, 12:36    Titel: Antworten mit Zitat



James Matthew Barrie: Peter Pan

Alle Kinder werden erwachsen, bis auf eines.
Eines Nachts erscheint Peter Pan am Fenster von Wendy und ihren Brüdern. Er bringt ihnen das Fliegen bei und nimmt sie mit ins Nimmerland, wo die Verlorenen Jungen schon sehnsüchtig auf sie warten.
Mit Piraten, Indianern, Meerjungfrauen, Elfen und dem schrecklichen Kapitän Hook! Dessen größte Angst ist ein Krokodil, das einst eine Uhr verschluckte. Nun warnt ihn das ticktick, wenn das Krokodil sich nähert, doch wehe, wenn die Uhr einmal auslaufen sollte...

Der Autor

Sir James Matthew Barrie, Baronet (* 9. Mai 1860 in Kirriemuir, Schottland; † 19. Juni 1937 in London), besser als J. M. Barrie bekannt, war ein schottischer Schriftsteller und Dramatiker. Peter Pan ist seine bekannteste literarische Figur.


Zuletzt bearbeitet von Stoff am 07.10.2010, 11:25, insgesamt einmal bearbeitet
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 601

BeitragVerfasst am: 10.07.2008, 08:28    Titel: Antworten mit Zitat

Giacomo Casanova: Meine Flucht aus den Bleikammern von Venedig

Im November 1755 wurde Giacomo Casanova (berüchtigt wegen seiner zahllosen Affären) von der Inquisition wegen angeblicher „Schmähungen gegen die heilige Religion“ verhaftet und in die Bleikammern Venedigs gesperrt. Die Gefängniszellen befanden sich im Dogenpalast direkt unter dem bleigedeckten Dach, woher der Name stammt.
Mit einem Stück Marmor schliff Casanova einen Metallriegel zu einer Art Meißel und kämpfte sich in monatelanger Arbeit mühsam durch den Boden. Als das Werk fast vollendet war, wurde er in ein helleres Qartier verlegt. Die ganze Arbeit war umsonst.
Natürlich entdeckte der Wärter das Loch im Boden der Zelle und bestrafte Casanova mit fauligem Essen. Die Inquisition allerdings unterrichtete er nicht. In einem erneuten Versuch schmuggelte Casanova den Meißel in einer Schüssel Makkaroni in die Zelle eines Mitwissers. Dieser durchstieß die eigene Zellendecke, um dann über den Dachboden zu Casanova vorzustoßen. Am 31. Oktober 1756 gelang beiden die Flucht. Nachdem Casanova die Bleiplatten des Daches abgedeckt hatte, kroch er mit seinem Komplizen auf allen Vieren das schräge Dach hinauf und bekam bei einem Sturz nur mit viel Glück die Dachrinne zu fassen. Dann hangelten sich beide durch ein Fenster. Ein verdutzter Wachmann, der glaubte, den blutverschmierten Edelmann in seinem vornehmen Rock aus Versehen eingesperrt zu haben, öffnete ihnen die Türe. Casanova selbst öffnete dieses Abenteuer die Tore zu Europas Könighäusern. Nun war sein verwegenes Leben endgültig in aller Munde.

30 Jahre später berichtete er in seinen Memoiren über die Flucht.

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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 601

BeitragVerfasst am: 26.02.2009, 11:31    Titel: Antworten mit Zitat



Deutsche Erzähler – Band 1 (ausgewählt und eingeleitet von Hugo von Hofmannsthal), 1912 erschienen, ist ein 1000seitiges Konglomerat und ein Panoptikum exzellenter (und schrottiger) Erzählungen des 19. Jahrhunderts. Größtenteils wunderschön geschrieben, teilweise fürn Arsch. Mit tapferen Soldaten, weinenden Burgfräuleins, listigen Räubern, verwunschenen Nixen, einsamen Waldschlösschen, Mondschein und was es sonst noch so alles im 19. Jahrhundert gab.
Eine Wertung gibts auch, wie die einzelnen Erzählungen dem |Stoff| nach dem ersten Lesen gefielen:
*** = exzellent
** = nicht ganz exzellent, aber kein Schrott
* = Schrott
Beste Erzählung: Undine

1971 erschien der zweite Band, diesmal mit deutschen Erzählern aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Demnächst in Ihrem Buchtipp-Forum.

Johann Wolfgang von Goethe: Novelle ***
Heinrich von Kleist: Das Erdbeben von Chili *
Friedrich Hebbel: Aus meiner Jugend **
Gottfried Keller: Spiegel, das Kätzchen ***
Jean Paul: Leben der vergnügten Schulmeisterlein Maria Wuz in Auenthal ***
Eduard Mörike: Mozart auf der Reise nach Prag **
Joseph von Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts ***
Georg Büchner: Lenz *
Ludwig Achim von Arnim: Der tolle Invalide auf dem Fort Ratonneau *
Annette Freiin von Droste-Hülshoff: Die Judenbuche *
Friedrich Schiller: Der Geisterseher *
Jeremias Gotthelf: Barthli der Korber **
Friedrich de la Motte-Fouqué: Undine ***
Ludwig Tieck: Der blonde Eckbert ***
Clemens Brentano: Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl *
Charles Sealsfield: Die Erzählung des Obersten Morse ***
Franz Grillparzer: Der arme Spielmann **
E. T. A. Hoffmann: Der Elementargeist *
Wilhelm Hauff: Das kalte Herz ***
Adalbert Stifter: Der Hagestolz ***


Zuletzt bearbeitet von Stoff am 26.02.2010, 11:19, insgesamt einmal bearbeitet
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 601

BeitragVerfasst am: 06.09.2009, 20:07    Titel: Antworten mit Zitat



Mark Z. Danielewski: Das Haus (House of Leaves)

Ich bin zwar erst etwa auf Seite 120, aber ich schreib trotzdem jetzt schon den Buchtipp. Ich hab nämlich die Befürchtung, dass ich sterb, bevor ich das Buch durch hab (und zwar vor Angst!) und dass dann keiner von dem Buch erfährt.

Grob gesagt handelt das Buch von einem Film, den eine Familie mit Handkameras in ihrem Haus gedreht hat. Eines Tages bemerkt die Familie, dass sich das Haus offensichtlich langsam verändert. Und schließlich entdecken sie einen schwarzen Flur, der vorher nicht da war.

Diese Filmaufnahmen werden in dem Buch analysiert und beschrieben. Die Untersuchungen des Filmmaterials werden mit zahlreichen Fußnoten und Quellenangaben gestützt. So entsteht die Illusion, dass die Filmaufnahmen tatsächlich real existieren würden. So quasi Blair Witch Project in Buchform. Doch während in Blair Witch Project alles irgendwie zu glatt abläuft und sich deshalb kein richtiger Grusel einstellen will, spielt sich das Grauen bei House of Leaves direkt im Kopf ab. Literatur ist verstörender als Film. Dabei sind von den Fußnoten und Querverweisen nur einige echt, andere wieder sind frei erfunden.

hier hats noch ein paar Stimmen zu dem Buch:
http://www.klett-cotta.de/literatur_buecher_d.html?&tt_products=2060

House of Leaves ist das erste, wirkliche HORROR-Buch, das ich les und das diesen Namen auch verdient. Ich melde mich wieder, falls ich das Buch durch krieg. Und nu ratet mal, auf welchem Wort des letzten Satzes die Betonung liegt!


Zuletzt bearbeitet von Stoff am 08.09.2009, 20:44, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 143

BeitragVerfasst am: 07.09.2009, 17:10    Titel: Antworten mit Zitat

"Krieg"
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Stoff
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 601

BeitragVerfasst am: 08.09.2009, 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

Nachtrag:
Das intelligenteste Buch, das ich seit Jahren gelesen hab! Vor allem kann man es auf so vielen verschiedenen Ebenen lesen und sich so schön Gedanken drüber machen, was diese schwarzen Korridore, die sich in dem Haus verbergen, wohl für eine Bedeutung haben mögen. Auch die Art und Weise, wie man das Buch liest, ist ungewöhnlich: Während sich die Freunde der Familie zur Erkundung in die endlosen schwarzen Gänge hinter dem geisterhaften Flur aufmachen, verliert man sich selbst auch in dem Buch: Hin und wieder muss man weit nach vorne blättern, dann wieder zurück, manche Textteile sind durchgestrichen, andere stehen auf dem Kopf oder sind in Spiegelschrift geschrieben, usw.
|Stoff| meint: LESEN! Allerdings nicht nachts! Ich hab schon manches mal abbrechen müssen, um mir die nächste Seite doch lieber fürs Tageslicht aufzuheben...
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 601

BeitragVerfasst am: 08.10.2009, 21:45    Titel: Antworten mit Zitat



Alexandre Olivier Exquemelin: Piraten der Karibik

Hat nichts mit den aktuellen doofen Piratenfilmen zu tun! Dieses Buch ist ein Augenzeugenbericht aus dem 17. Jahrhundert, und wurde 1678 im holländischen Original unter dem Titel "De Americaensche Zee-Roovers" erstmalig veröffentlicht. Mitte des 17. Jahrhunderts fuhr der Autor als Bediensteter mit der "Westindien Kompagnie" nach Tortuga, wo er nach der Versklavung als Freibeuter anheuerte und unter anderem mit dem berühmten Piraten Henry Morgan auf Kaperfahrt ging.

Exquemelin berichtet aus erster Hand vom spannenden Piratenleben und vermittelt dem Leser einen realistischen Eindruck in die Welt der Piraten sowie Wissenswertes über Flora und Fauna auf den Karibikinseln.

Dieser Reprint behält den zeitgenössischen Charakter der Ursprungsfassung bei und beschreibt eindrucksvoll anhand zahlreicher Bilder das harte und brutale Leben der Freibeuter.
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